Einschlaftipps

Gelassenheit ist das wichtigste „Schlafmittel“. Wer sich ständig Sorgen macht, und sei es um den Schlaf selbst, hält das Sandmännchen sicher auf Abstand. Hier die wichtigsten Tipps:

1. Nicht unter Druck setzen

Eine schlaflose Nacht ist keine Katastrophe, wie Schlafmediziner immer wieder betonen. Wer Einschlafstörungen hat, denkt oft: „Wenn ich jetzt nicht einschlafe, bin ich morgen nicht fit und schaffe den Tag nicht!“ Wer einzelne Nächte schlecht oder wenig schläft, muss sich aber um seine körperliche Gesundheit noch keine Sorgen machen.

2. Erwartungshaltung kritisch prüfen

7-8 Stunden Schlaf sind der Durchschnitt, einige Menschen kommen auch mit weniger Schlaf gut aus. Gerade ältere Menschen gehen oft zeitig zu Bett, möchten aber länger „ausschlafen“. Erfahrungsgemäß ist es aber für Menschen, die um 22 Uhr schlafen gehen, völlig normal, um 5 Uhr aufzuwachen.

3. Mittagsschlaf zählt mit

Früher dachte man, ältere Menschen bräuchten weniger Schlaf als jüngere Erwachsene. Das scheint nicht zu stimmen. Mit steigendem Alter verändert sich aber das Schlafmuster: Wer Zeit für ein Nickerchen vor dem Fernseher oder einen Mittagsschlaf findet, braucht nachts deutlich weniger Schlaf.

4. Nur zum Schlafen ins Bett

Wer unter Einschlafstörungen leidet, soll im Bett nichts anderes tun, als zu schlafen. Fernsehen, Musik hören oder Lesen sollte man dann besser ins Wohnzimmer verlegen. Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind. Wer nach einer halben Stunde noch wach liegt, sollte aufstehen und etwas anderes tun. Einzige Ausnahme: Sex hilft beim Einschlafen.

5. Sorgen halten das Sandmännchen fern

Nehmen Sie Sorgen nicht mit ins Bett. Grübeleien in der Einschlafphase halten wach. Einigen Menschen hilft es, ihre Probleme oder Ängste kurz aufzuschreiben, bevor sie sich zum Schlafen legen, und sie so zu vertagen.

6. Keine Panik bei Schlafunterbrechungen

Nachts wach zu werden ist kein Grund zur Panik. Im Laufe der Nacht durchleben wir verschiedene Schlafstadien. Auch kurze Wachphasen gehören zu einem gesunden Schlafmuster. In der Regel erinnern wir uns an diese wachen Momente nicht und glauben „komplett durchgeschlafen“ zu haben. Wer sich an seine Wachphasen erinnert, hat deshalb nicht automatisch „schlecht geschlafen“.

7. Natürliche Entspannung hilft beim Einschlafen

Pflanzliche Einschlafhilfen sind keine „Schlafmittel“ mit narkotisierender Wirkung. Baldrian hat sich als Einschlafhilfe bewährt, weil er beruhigend auf das Nervensystem wirkt und so die nötige Gelassenheit zum Einschlafen schenkt. Hoch genug dosiert (z. B. Baldriparan Stark für die Nacht) hilft Baldrian beim Einschlafen, ohne die natürlichen Schlafphasen zu unterdrücken.

Schließlich gibt es noch einige handfeste „Schlafkiller“, die Sie abstellen sollten:

8. Alkohol

Ein Gläschen Wein oder Bier schadet in der Regel nicht. Mehr Alkohol beschert dagegen eine unruhige Nacht, weil der Körper mit dem Abbau des Genussgifts beschäftigt ist. Alkohol verursacht weniger Probleme beim Einschlafen, senkt aber die Schlafqualität und führt oft zu Durchschlafschwierigkeiten.

9. Spätes Essen

Späte schwere Mahlzeiten verursachen schlechten Schlaf, weil der Körper anstatt zur Ruhe zu kommen mit der Verdauung beschäftigt ist.

10. Sport vor dem Schlafengehen

Wer kurz vor dem Zu-Bett-Gehen Sport treibt, riskiert seinen guten Schlaf. Der Kreislauf wird durch die sportliche Betätigung aktiviert und der Körper kann nicht so schnell auf Ruhe umstellen.

11. Kalte Füße

Vor allem Frauen leiden oft unter kalten Füßen – und die sind ein echter Schlafkiller. Hilfreich ist ein warmes Fußbad oder ein angewärmtes Kornkissen.

12. Licht

Leuchtreklame, Straßenlaternen, Autoscheinwerfer – Lichtquellen beeinträchtigen den nächtlichen Schlaf erheblich. Der Schlaf wird unruhiger und ist weniger tief. Lichtquellen können die Produktion des Schlafhormons Melatonin stören, deshalb sollte Ihr Schlafzimmer gut abzudunkeln sein.

13. Lärm

Lärm verursacht einen unruhigen Schlaf durch erhöhte Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Kortisol. Achten Sie deshalb für einen geruhsamen Schlaf darauf, dass Ihr Schlafzimmer vor Lärm geschützt ist.